Die besten Aktivitäten in Wien für Ihren ersten Besuch – die Empfehlungen unserer Guides
Wir erinnern uns noch gut an den ersten Kunden, der uns mit der Planung seines ersten Wien-Besuchs beauftragte. Er wollte seine Frau mit einem kompletten Programm überraschen. Die Idee klang wunderbar, doch angesichts der zahlreichen Möglichkeiten wusste er bald nicht mehr, wofür er sich entscheiden sollte. Ehrlich gesagt konnten wir ihn gut verstehen. Wir wissen, wie viel Wien zu bieten hat – und genau das macht die Auswahl manchmal besonders schwierig.
Bevor wir ihm etwas empfehlen konnten, mussten wir einige Fragen stellen. Wie viele Tage würden sie in Wien verbringen? Was unternahmen sie normalerweise gerne auf gemeinsamen Reisen? Interessierten sie sich mehr für Geschichte, Kunst, Musik, Kulinarik oder Aktivitäten im Freien? Auch ihr bevorzugtes Tempo spielte eine wichtige Rolle. Ein Paar, das gerne den ganzen Tag zu Fuß unterwegs ist, braucht ein anderes Programm als eine Familie mit unterschiedlichen Altersgruppen und Interessen.
Seitdem haben wir vielen BesucherInnen bei ähnlichen Entscheidungen geholfen. Mittlerweile haben wir eine Liste mit den besten Aktivitäten in Wien zusammengestellt, die wir auch unserer eigenen Familie und unseren Freunden empfehlen würden. Sie umfasst Geschichte, Musik, Kunst, Architektur, Kulinarik und die Grünflächen der Stadt. Eigentlich wollten wir uns auf zehn Aktivitäten beschränken. Einige zusätzliche Empfehlungen durften am Ende aber trotzdem nicht fehlen.
1. Entdecken Sie Wiens Altstadt abseits der Hauptstraßen
Wenn uns Freunde zum ersten Mal besuchen, beginnen wir normalerweise rund um den Stephansdom. Dort bekommt man sofort das Gefühl, wirklich in Wien angekommen zu sein. Von hier aus kann man entweder über den Graben und die Kärntner Straße in Richtung Hofburg oder über die Rotenturmstraße zum Schwedenplatz und Donaukanal weitergehen.
An diesen Straßen befinden sich einige der bekanntesten Gebäude, Geschäfte und Cafés Wiens. Sie sind belebt und touristisch, aber deshalb sollten Sie sie keineswegs meiden. Sie sind aus gutem Grund beliebt und gehören zu einem ersten Spaziergang durch die Stadt einfach dazu.

Trotzdem würden wir niemandem Wien zeigen, indem wir ausschließlich diesen Straßen folgen. Sobald Sie in eine der parallelen Gassen abbiegen, verändert sich die Atmosphäre. Kleine Innenhöfe, alte Passagen und ungewöhnliche architektonische Details erscheinen nur wenige Schritte abseits der Menschenmengen. Einige unserer Lieblingsorte im Zentrum würden viele BesucherInnen wahrscheinlich übersehen.
Diese Mischung macht die Altstadt für ganz unterschiedliche Interessen geeignet. Geschichtsinteressierte finden hier Architektur aus mehreren Jahrhunderten. Wer gerne einkauft, kann bekannte Marken besuchen oder lokale Geschäfte entdecken. Kulinarisch Interessierte finden Cafés, Restaurants und traditionelle Geschäfte, während FotografInnen die ruhigeren Gassen erkunden können.
Eine Kleinigkeit sollten Sie bedenken: An vielen faszinierenden Orten gibt es keine Schilder, die ihre Geschichten erklären. Deshalb empfehlen wir häufig, einen Wien-Besuch mit einer unserer Stadtführungen und Erlebnisse in Wien zu beginnen. Eine geführte Einführung vermittelt den notwendigen Hintergrund. Anschließend können Sie selbstständig zu den Orten zurückkehren, die Ihnen besonders gefallen haben.
2. Besuchen Sie Wiens beliebteste Sehenswürdigkeit: Schloss Schönbrunn und seine Gärten
Wir haben Schönbrunn mit Geschichtsinteressierten, Familien, Paaren und Reisegruppen besucht. Jede Gruppe hat die Sommerresidenz der Habsburger anders erlebt. Genau deshalb eignet sich Schönbrunn so gut für einen ersten Besuch.
Das Schloss ist die natürliche Wahl für alle, die sich für die Habsburger und das kaiserliche Leben interessieren. Die Räume vermitteln einen Eindruck davon, wie die Mitglieder der Herrscherfamilie lebten, arbeiteten und sich der Öffentlichkeit präsentierten. Draußen erwartet Sie mit den Gärten ein vollkommen anderes Erlebnis.
Wir gehen besonders gerne hinauf zur Gloriette. Der Anstieg erfordert etwas Anstrengung, doch der Blick über das Schloss und in Richtung Wien lohnt sich. Oben können Sie außerdem einen Kaffee trinken, bevor Sie durch die Gärten zurückgehen.
Familien interessieren sich vielleicht mehr für den Irrgarten oder den Tiergarten Schönbrunn. Er wurde 1752 gegründet und ist der älteste Zoo der Welt. Der Tiergarten kann problemlos zur Hauptaktivität Ihres Besuchs werden. Paare, die etwas Persönlicheres suchen, können ein kaiserliches Fotoshooting in den Gärten von Schloss Schönbrunn buchen. Für BesucherInnen, denen längere Spaziergänge schwerfallen, ist die Panoramabahn eine praktische Möglichkeit.

Für die meisten BesucherInnen ist ein halber Tag unserer Meinung nach ausreichend – allerdings nur, wenn sie ihre Prioritäten festlegen. Wer versucht, das Schloss, die Gärten, die Gloriette, den Irrgarten und den Zoo an einem Vormittag zu besichtigen, wird am Ende wahrscheinlich erschöpft sein. Wenn Ihnen der Tiergarten wichtig ist, sollten Sie Schönbrunn den größten Teil des Tages widmen.
Unser Artikel über Schloss Schönbrunn und seine Gärten hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Bereiche zu Ihrem Besuch gehören sollten.
3. Entscheiden Sie sich für ein großes Kunstmuseum
Wenn uns jemand nach dem besten Museum Wiens fragt, antworten wir meistens mit einer Gegenfrage: Für wen soll es das beste Museum sein?
Wir lieben Kunst, Archäologie, Geschichte und Architektur. Deshalb würde es uns ehrlich gesagt schwerfallen, uns für nur ein Museum zu entscheiden. Wien verfügt über große kaiserliche Sammlungen, kleinere Spezialmuseen und Einrichtungen zu fast jedem vorstellbaren Thema. Wir haben viele davon besucht, obwohl selbst wir noch nicht jedes kleine Bezirksmuseum gesehen haben.
Für einen ersten Aufenthalt empfehlen wir normalerweise ein Kunstmuseum – insbesondere das beeindruckende Kunsthistorische Museum oder das Obere Belvedere. Beide sind sehr umfangreich, weshalb eines davon ausreicht. Die Frage ist nur: Welches?
Das Kunsthistorische Museum ist unsere bevorzugte Wahl, wenn Sie Abwechslung suchen. Sie können Sammlungen aus dem alten Ägypten, Griechenland und Rom besichtigen und anschließend Werke von Bruegel, Velázquez und Caravaggio sehen. Auch BesucherInnen, die sich weniger für Gemälde interessieren, können das kaiserliche Gebäude, die archäologischen Sammlungen und die Kunstkammer genießen. Selbst das Café im Museum gehört zu den schönsten Cafés der Stadt.
Das Obere Belvedere bietet einen konzentrierteren Besuch. Hier treffen ein barockes Schloss, formale Gärten und österreichische Kunst aufeinander. Gustav Klimts Der Kuss ist für viele BesucherInnen das wichtigste Werk, aber längst nicht der einzige Grund für einen Besuch. Wir empfehlen das Belvedere besonders Menschen, die sich für Klimt und das Wien um 1900 interessieren.

Auch die Albertina ist eine ausgezeichnete Wahl, besonders für BesucherInnen, die grafische Kunst, wechselnde Ausstellungen und kaiserliche Innenräume mögen. Dort finden Sie Werke berühmter Künstler wie Monet, Picasso und Chagall.
Überlegen Sie vor Ihrer Entscheidung, wie viel Zeit Ihre Familie oder Gruppe in einem Museum verbringen möchte. Für das Kunsthistorische Museum können Sie problemlos drei bis vier Stunden einplanen. Das Obere Belvedere lässt sich normalerweise leichter als kürzerer und gezielterer Museumsbesuch gestalten.
Ein fachkundiger Guide kann einer Gruppe mit unterschiedlichen Interessen dabei helfen, sich auf die relevantesten Werke und Geschichten zu konzentrieren. Unsere privaten Touren in Wien können Museumsbesuche beinhalten. Außerdem bieten wir eine spezielle Führung durch das Kunsthistorische Museum und eine Führung durch das Obere Belvedere an.
4. Besuchen Sie ein klassisches Konzert und erleben Sie einen unvergesslichen musikalischen Abend
Wien ist die Stadt der Musik. Deshalb wäre eine Liste der besten Aktivitäten ohne ein klassisches Konzert nicht vollständig. Für viele Menschen ist der Besuch eines klassischen Konzerts eine neue Erfahrung. Einige unserer KundInnen befürchten, dass es zu lange dauert oder dass ihnen die Musik zu speziell und unbekannt sein könnte. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass ein Konzert wahrscheinlich zu den Höhepunkten Ihrer Reise gehören wird.
Wenn Sie sich für ein Konzert entscheiden, empfehlen wir Ihnen einen authentischen Veranstaltungsort, der sowohl TouristInnen als auch Einheimische anspricht. Deshalb bieten wir auf unserer Website das Secret Mozart Concert an, das im ältesten Konzertsaal Wiens stattfindet.
Das Secret Concert in der Sala Terrena bietet eine intime und historische Atmosphäre. Dieser einzigartige und wunderschöne Saal befindet sich direkt hinter dem Stephansdom in einem ruhigen Innenhof des Deutschen Ordens. Mozart trat dort 1781 auf, kurz nachdem er von Salzburg nach Wien gezogen war.

Das Programm umfasst Werke von Komponisten wie Mozart, Schubert, Beethoven und Haydn. Wir halten dieses Konzert für einen guten Einstieg, wenn Sie zum ersten Mal klassische Musik live erleben. Der besondere Rahmen wirkt eindrucksvoll, ohne überwältigend zu sein.
Manche BesucherInnen träumen hingegen von großen Kronleuchtern, einem großen Orchester und einem berühmten Konzertsaal. Wenn das auf Sie zutrifft, sollten Sie einen größeren Veranstaltungsort wie den Goldenen Saal wählen. Welches Konzert am besten zu Ihnen passt, hängt vom Programm, dem Veranstaltungsort und der gewünschten Atmosphäre ab. Damit Sie nicht lange suchen müssen, haben wir hier zahlreiche Empfehlungen zusammengestellt.
5. Erleben Sie die Wiener Staatsoper auf Ihre Weise
Wir kennen Menschen, die einen ganzen Abend in der Wiener Staatsoper verbracht haben, und andere, die weniger als eine Stunde dort waren. Beide Gruppen erzählten uns von einem unvergesslichen Erlebnis und hatten anschließend das Gefühl, einen wirklich wichtigen Teil Wiens kennengelernt zu haben.
Als erstes Gebäude an der Ringstraße besitzt die Staatsoper eine besondere Bedeutung für die Geschichte der Stadt und sollte auf Ihrer Liste stehen. Wenn Sie sich hauptsächlich für das Gebäude interessieren, reicht möglicherweise eine Führung. Die reguläre Führung dauert ungefähr 40 Minuten und umfasst normalerweise das Foyer, die große Feststiege, die Prunkräume und den Zuschauerraum. Dadurch erhalten Sie Zugang zu Bereichen, die Sie von außen nicht richtig kennenlernen können.

Für das vollständige Erlebnis sollten Sie einen Sitzplatz für eine Oper oder ein Ballett buchen. Sie müssen dafür kein Experte sein. Wir empfehlen jedoch, vorher eine kurze Zusammenfassung des Stücks zu lesen. Wenn Sie der Handlung folgen können, lässt sich auch eine längere Aufführung viel leichter genießen.
Stehplätze sind eine flexiblere Alternative. Sie werden am Tag der Vorstellung verkauft und ermöglichen es Ihnen, den Zuschauerraum und einen Teil der Aufführung zu erleben, ohne eine reguläre Sitzplatzkarte zu kaufen. Wenn das Stehen zu anstrengend wird, können Sie die Oper während einer Pause verlassen.
Ein Punkt, den Sie beachten sollten, ist die Spielzeit. Im Juli und August finden in der Staatsoper normalerweise keine Vorstellungen statt. Führungen können weiterhin angeboten werden. Gleichzeitig zeigt das Film Festival am Rathausplatz im Sommer kostenlose Aufzeichnungen musikalischer Produktionen.
Spielpläne und Ticketregelungen können sich ändern. Informieren Sie sich daher vor Ihrem Besuch über das offizielle Programm und die Ticketinformationen der Wiener Staatsoper.
6. Entdecken Sie Architektur und Parks entlang der Ringstraße
Die Ringstraße ist der wichtigste Boulevard Wiens und wohl eine der eindrucksvollsten Straßen Europas. Entlang ihrer vier bis fünf Kilometer befinden sich einige der prächtigsten Gebäude und Denkmäler der Stadt.
Der Boulevard entstand, nachdem Kaiser Franz Joseph im 19. Jahrhundert den Abbruch der alten Wiener Befestigungsanlagen angeordnet hatte. Die neuen Gebäude sollten Wien als moderne kaiserliche Hauptstadt präsentieren. Heute bietet die Ringstraße eine frei zugängliche Einführung in die Architektur und politische Geschichte der Stadt.
Entlang der Strecke sehen Sie die Staatsoper, das Parlament, das Rathaus, das Burgtheater, die Universität und die beiden großen Museen am Maria-Theresien-Platz. Jedes dieser Gebäude steht für einen anderen Bereich des öffentlichen und kulturellen Lebens.

Die nahe gelegenen Parks sorgen dafür, dass sich der Weg nicht wie ein endloser Architekturspaziergang anfühlt. In der Nähe des Burgtheaters liegt der wunderschöne Volksgarten, der mit seinen Hunderten Rosen auch als Rosengarten bekannt ist. Wenn Sie weitergehen, erreichen Sie den Burggarten. Dort gehört das prachtvolle Mozartdenkmal zu den beliebtesten Fotomotiven Wiens. Weiter entlang der Ringstraße finden Sie den Stadtpark, der für seine zahlreichen Denkmäler bekannt ist. Dazu gehört das goldene Denkmal für Johann Strauss.
Das ist wahrscheinlich der einfachste Tipp auf unserer Liste: Gehen Sie einfach die Ringstraße entlang und erleben Sie Wiens Pracht.
7. Besuchen Sie den Wiener Prater
Bisher ging es auf unserer Liste um Architektur, Kunst, Musik und Geschichte. Wie wäre es jetzt mit etwas purem Vergnügen? Der Prater ist Wiens berühmter Vergnügungspark. Unabhängig von Ihrem Alter werden Sie dort etwas finden, das Ihnen Freude macht.
Der Prater wurde 1766 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gehört damit zu den ältesten Vergnügungsarealen der Welt. Das berühmte Riesenrad kam 1897 hinzu und wurde später zum höchsten noch erhaltenen Riesenrad der Welt. Diesen Titel trug es von 1920 bis 1985. Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall eine Fahrt – sowohl wegen der historischen Waggons als auch wegen des fantastischen Blicks über Wien.

Der Eintritt in den Prater ist kostenlos, da jede Attraktion einzeln bezahlt wird. Selbst ein Spaziergang durch den Park und das Genießen der Atmosphäre lohnen sich. Bei mehr als 250 Attraktionen werden Sie aber wahrscheinlich wenigstens ein Fahrgeschäft oder Spiel ausprobieren wollen.
Die Fahrgeschäfte sind nur der Anfang. Sie können Madame Tussauds besuchen, internationale MagierInnen bei Magic World Vienna erleben oder die Strauss Dinner Show im Mirage buchen. Außerdem gibt es unzählige Möglichkeiten zum Essen. Dazu gehören bekannte Einrichtungen wie das Schweizerhaus und das ungewöhnliche Rollercoaster Restaurant.
Ehrlich gesagt gehört der Prater zu unseren Lieblingsorten in Wien. Ich persönlich liebe daran, dass ich ihn mit meiner Frau, meinem Sohn oder meinen Freunden besuchen und jedes Mal anders erleben kann. Neben dem Vergnügungspark gibt es außerdem ein riesiges grünes Areal. Dort können Sie spazieren gehen, ein Fahrrad mieten und die lange Hauptallee erkunden. Diese Kombination macht den Prater zu einer ausgezeichneten Wahl für fast alle, die Wien besuchen.
8. Lernen Sie, Schnitzel und Apfelstrudel selbst zuzubereiten
Wien ist für viele Gerichte bekannt. Wiener Schnitzel und Apfelstrudel sind jedoch wahrscheinlich die beiden Spezialitäten, auf die sich BesucherInnen am meisten freuen. Sie können sie in bekannten Restaurants und Cafés wie Figlmüller, Plachutta, Café Landtmann oder Café Gerstner genießen. Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall, beide während Ihres Aufenthalts zu probieren. Sie selbst zuzubereiten, ist jedoch ein vollkommen anderes Erlebnis.
Wir haben diese Aktivität aufgenommen, weil BesucherInnen dadurch etwas aus Wien mit nach Hause nehmen können. Noch lange nach ihrer Reise können sie dieselben Gerichte für Familie und Freunde zubereiten und die Aromen wiedererleben, die sie in Wien kennengelernt haben. Für uns macht das einen Kochkurs wesentlich einprägsamer als einen weiteren Restaurantbesuch.
Unser Schnitzel- und Apfelstrudel-Workshop verbindet beide österreichischen Klassiker an einem praktischen Kochabend. Gemeinsam mit dem lokalen Koch Nabiel bereiten die TeilnehmerInnen ein traditionelles Schnitzel zu und arbeiten mit ihrem eigenen Strudelteig. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Aktivität eignet sich für Paare, Familien und Freundesgruppen.

Uns gefällt auch die soziale Seite dieses Erlebnisses. Alle machen mit, lernen etwas Neues und setzen sich anschließend zusammen, um die selbst zubereiteten Speisen zu genießen. Nach mehreren Tagen mit Museen, Schlössern und Stadtführungen ist es erfrischend, einen Abend lang selbst etwas zu erschaffen.
Eine Kleinigkeit sollten Sie berücksichtigen: Der Workshop dauert ungefähr drei Stunden. Planen Sie ihn deshalb als Hauptaktivität des Abends ein. Der Workshop findet derzeit auf Englisch statt. Deutsch ist auf Anfrage möglich. Wenn Sie sich lieber auf eine einzelne Nachspeise konzentrieren oder eine andere Wiener Spezialität ausprobieren möchten, finden Sie weitere Möglichkeiten auf unserer Seite über Backworkshops in Wien.
9. Erleben Sie die Wiener Kaffeehauskultur
Wenn Sie lernen, Apfelstrudel selbst zuzubereiten, ersetzt das keineswegs den Besuch eines Wiener Kaffeehauses, in dem Sie ein Stück davon zu Ihrem Kaffee bestellen. Dasselbe gilt für Sachertorte, Kaiserschmarrn und die vielen anderen Süßspeisen, die mit der Stadt verbunden sind. Bei einem Besuch in einem traditionellen Café geht es jedoch um viel mehr als um das Essen.
Die Wiener Kaffeehäuser dienten über Jahrhunderte als Treffpunkte für SchriftstellerInnen, KünstlerInnen, PolitikerInnen und DenkerInnen. Die Menschen kamen, um Zeitungen zu lesen, Ideen auszutauschen, zu arbeiten oder einfach mehrere Stunden am selben Tisch zu verbringen. Diese Tradition ist so bedeutend, dass die Wiener Kaffeehauskultur 2011 in das österreichische UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.
Unsere persönlichen Favoriten sind das Café Landtmann und das Café Gerstner. Das Landtmann blickt auf eine lange Geschichte zurück und besitzt ein elegantes Interieur. Außerdem liegt es wunderbar in der Nähe des Burgtheaters und des Rathauses. Das Café Gerstner ist ein echter Geheimtipp und ideal, wenn Sie prächtige Räume mit klassischen Wiener Torten und Mehlspeisen verbinden möchten.

Natürlich gibt es noch viele weitere ausgezeichnete Möglichkeiten. Das Café Central ist für seine Architektur und seine ehemaligen Gäste bekannt. Demel ist berühmt für seine kaiserliche Geschichte und seine Süßspeisen. Das Café Hawelka bietet eine völlig andere, stärker künstlerisch geprägte Atmosphäre. Auch das Café Sluka ist eine traditionelle Wahl. Haas & Haas gehört zu unseren liebsten ruhigeren Orten in der Nähe des Stephansdoms.
Unser Rat ist einfach: Wählen Sie ein Café, das sich natürlich in Ihren Tagesablauf einfügt. Bestellen Sie einen Wiener Kaffee und probieren Sie mindestens eine traditionelle Süßspeise. Nehmen Sie sich Zeit. Lesen Sie, unterhalten Sie sich oder beobachten Sie einfach den Raum. Vor einigen der berühmtesten Cafés bilden sich lange Warteschlangen. Wir würden lieber eine ruhigere Alternative besuchen, als eine Stunde vor der Tür zu warten. Das eigentliche Erlebnis entsteht, wenn Sie das Tempo reduzieren und das Kaffeehaus so genießen, wie es Generationen von WienerInnen vor Ihnen getan haben.
10. Besuchen Sie eines der Wiener Einkaufsviertel (auf vielfachen Wunsch ergänzt)
Shopping ist selten der wichtigste Grund für einen Wien-Besuch. Trotzdem haben wir festgestellt, dass viele Paare, Familien und Freundesgruppen einen Teil des Reiseprogramms schätzen, bei dem sie sich einmal nicht auf historische Informationen konzentrieren müssen.
Für die meisten ErstbesucherInnen bevorzugen wir die Mariahilfer Straße. Sie ist eine lange Einkaufsstraße mit internationalen Marken, kleineren Geschäften und Cafés. Dank ihrer Lage lässt sie sich außerdem gut mit dem MuseumsQuartier oder dem Naschmarkt verbinden.

Die nahe gelegenen Seitenstraßen bieten eine zusätzliche Dimension. Wenn eine Person einkaufen und eine andere lieber die Umgebung erkunden möchte, können sie sich kurz trennen, ohne dafür in vollkommen unterschiedliche Teile Wiens fahren zu müssen. Das relativ nahe gelegene Spittelbergviertel gehört übrigens zu unseren Lieblingsgegenden in Wien.
Das Donau Zentrum ist die praktischere Wahl, wenn Sie viele Geschäfte in einem großen, überdachten Einkaufszentrum suchen. Wir würden es besonders bei Regen oder sehr kaltem Wetter in Betracht ziehen. Es eignet sich auch für Menschen, die ein bestimmtes Geschäft suchen und denen eine zentrale Wiener Atmosphäre weniger wichtig ist.
Bedenken Sie dabei die Anfahrtszeit. Die Mariahilfer Straße lässt sich auf natürliche Weise in einen Besichtigungstag einbauen. Für das Donau Zentrum ist eine eigene Fahrt erforderlich. Mit der Wiener U-Bahn ist es jedoch leicht zu erreichen.
Einige Aktivitäten, die wir nicht weglassen konnten
Eigentlich wollten wir nach zehn Empfehlungen aufhören. Diese drei Aktivitäten verdienen jedoch eine zusätzliche Erwähnung.
Besuchen Sie den Naschmarkt: Der Markt verbindet Lebensmittelstände, Geschäfte und Restaurants. Besonders gerne besuchen wir ihn am Samstag, wenn der wöchentliche Flohmarkt Antiquitäten und gebrauchte Gegenstände ergänzt. Dann wird es allerdings sehr voll. Erwarten Sie daher keinen ruhigen Nachbarschaftsmarkt.
Verbinden Sie Grinzing mit dem Kahlenberg: Vom Kahlenberg genießen Sie einen weiten Blick über Wien. Grinzing ist hingegen für seine Heurigen und die Wiener Weinkultur bekannt. Überprüfen Sie vor Ihrer Fahrt die Öffnungstage des gewünschten Heurigen. Viele haben nicht täglich geöffnet.
Entdecken Sie im Sommer die Donau: Der Donaukanal in der Nähe des Zentrums bietet Lokale am Wasser, Street Art und Spazierwege. Die Alte Donau und die Neue Donau eignen sich besser zum Schwimmen und für Freizeitaktivitäten. Manche BesucherInnen stellen sich darunter ein einziges zusammenhängendes Ufergebiet vor. Tatsächlich bieten diese Orte jedoch sehr unterschiedliche Erlebnisse.

Wofür entschied sich unser erster Kunde?
Erinnern Sie sich an den Kunden, der seine Frau mit einem vollständigen Wien-Programm überraschen wollte? Die von uns erstellte Liste gefiel ihm sehr. Natürlich nahm er einige Anpassungen vor, die ihren persönlichen Interessen entsprachen. Genau so empfehlen wir Ihnen, diesen Artikel zu verwenden. Beginnen Sie mit den Aktivitäten, die Sie ansprechen, und passen Sie die Auswahl anschließend an Ihre Mitreisenden an.
Wir empfehlen Ihnen außerdem, unseren Blog weiter zu erkunden. Dort behandeln wir berühmte Wiener Sehenswürdigkeiten ebenso wie weniger bekannte Orte und geheimere Erlebnisse. Vielleicht entdecken Sie etwas, das einen Platz in Ihrem Reiseplan verdient, obwohl es nicht auf dieser Liste steht.
Da Wien so viel zu bieten hat, bleibt jede solche Liste subjektiv. Trotzdem sind wir überzeugt, dass Sie mit diesen Aktivitäten einen abwechslungsreichen und unvergesslichen Aufenthalt in unserer wunderschönen Stadt planen können.
Wenn Sie sich eine geführte Einführung wünschen, entdecken Sie unsere Stadtführungen und Erlebnisse in Wien. Gruppen, die eine persönlichere Route suchen, können auch unsere privaten Touren in Wien in Betracht ziehen. Wenn Sie weiterhin unsicher sind, schreiben Sie uns über WhatsApp und erzählen Sie uns, was Sie gerne unternehmen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl.
Häufig gestellte Fragen zum ersten Besuch in Wien
Wie viele Tage empfehlen wir für einen ersten Besuch in Wien?
Ehrlich gesagt halten wir drei volle Tage für das Minimum, damit sich ein erster Besuch wirklich lohnt. Dadurch haben Sie genügend Zeit für die Altstadt, Schönbrunn, ein großes Museum und ein musikalisches oder kulinarisches Erlebnis. Vier oder fünf Tage sind noch besser, wenn Sie Wien genießen möchten, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen.
Welche Aktivitäten in Wien eignen sich für Menschen mit unterschiedlichen Interessen?
Wir würden Orte wählen, die mehrere Erlebnisse miteinander verbinden. Schönbrunn bietet Geschichte, Gärten, Ausblicke und Aktivitäten für Familien. Im Prater finden Sie Fahrgeschäfte, Shows, Restaurants und ein riesiges grünes Parkareal. Ein Spaziergang durch die Altstadt verbindet Architektur, Geschichte, Shopping und Kulinarik. Der Schnitzel- und Apfelstrudel-Workshop ist ebenfalls eine ausgezeichnete gemeinsame Aktivität, weil alle zusammen daran teilnehmen können.
Welche Aktivitäten sollten wir vor der Ankunft in Wien buchen?
Wir empfehlen, Eintrittskarten für Schlösser, wichtige Museumsbesuche, Konzerte, Opernvorstellungen, kulinarische Workshops und Stadtführungen im Voraus zu buchen. Das ist besonders an Wochenenden und während beliebter Reisezeiten wichtig. Bei Kaffeehäusern, Parks, Einkaufsstraßen und selbstständigen Spaziergängen können Sie normalerweise flexibel bleiben.
